RUSADA fordert Umdenken in Russland

Leichtathletik – Die russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) hat drastische Veränderungen im seit November 2015 vom Weltverband IAAF ausgeschlossenen nationalen Leichtathletik-Verband RUSAF gefordert. RUSADA-Chef Juri Ganus wandte sich mit einem Brief an Russlands Olympisches Komitee (ROC) mit der Bitte um Hilfe bei der sofortigen Umsetzung der dringenden Maßnahmen, um die Suspendierung bis Olympia 2020 aufzuheben.Unter anderem forderte Ganus, dass praktisch das komplette RUSAF-Personal inklusive Präsident Dmitri Schljachtin und sämtlicher Trainer entlassen und ausgetauscht wird. „Wenn der Verband so weiterarbeitet wie derzeit, gibt es nur kleine Chancen, dass die Leichtathleten des Landes bei Olympia 2020 ohne Restriktionen teilnehmen dürfen“, schrieb Ganus: „Angesichts der schnell ablaufenden Zeit bis zu den Spielen in Tokio ist eine Menge Arbeit in Kooperation mit der IAAF zu erledigen, um den Leichtathletik-Verband zu reorganisieren.“