Riesen-Wirbel um Atlético-Testspiel in Jerusalem

Fußball – Ein geplantes Testspiel des spanischen Spitzenklubs Atlético Madrid beim früheren israelischen Meister Beitar Jerusalem sorgt im Nahen Osten für Aufregung. Der Präsident des palästinensischen Verbandes PFA, Jibril Rajoub, forderte in einem Brief, das für 21. Mai angesetzte Spiel in Jerusalem abzusagen. „Wir sind nicht gegen ein Spiel in Israel, aber gegen eines im besetzten Jerusalem“, heißt es in dem Brief, der bei Facebook veröffentlicht wurde. Viele Atlético-Fans in den palästinensischen Gebieten seien schockiert, dass die Madrilenen gegen Beitar spielen wollen. Den Klub aus Jerusalem bezeichnete Rajoub als „extrem rassistisch“. Der sechsmalige Meister Beitar Jerusalem ist der einzige israelische Erstligaklub, der noch nie arabische Spieler eingesetzt hat. Anhänger des Klubs sind in der Vergangenheit bei Spielen immer wieder wegen „Tod den Arabern“-Gesängen negativ aufgefallen.