Chemnitz steigt auf und setzt Zeichen gegen Nazi-Fans

Fußball – Nach einer ereignisreichen Saison mit sportlichen Höhepunkten, aber auch Schlagzeilen um eine umstrittene Trauerbekundung für einen toten rechtsradikalen Fan, hat der Chemnitzer FC die Rückkehr in die Dritte Liga nach nur einem Jahr geschafft. Beim 1:1 gegen den ZFC Meuselwitz, das den Aufstieg besiegelte, waren nur knapp 3000 Zuschauer im Stadion. Wegen der skandalösen Trauerbekundung am 9. März vor der Partie gegen VSG Altglienicke (4:4) hatte der Nordostdeutsche Fußballverband die Südtribüne für das Duell mit Meuselwitz gesperrt. Nach der Insolvenz und dem Abstieg vor rund einem Jahr hatte die Traueraktion deutschlandweit für Entsetzen gesorgt. Beim ersten Heimspiel nach dem Eklat hatte die Mannschaft in einem Offenen Brief einen Appell an die Fans gerichtet: „Es ist Zeit, Farbe zu bekennen und zu zeigen, dass Chemnitz himmelblau und nicht braun ist!“