Kind und Hannover lassen 50+1-Ausnahmeantrag erstmal ruhen

Fußball – Hannover 96 und Hauptgesellschafter Martin Kind lassen ihren Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel vorerst ruhen. Als Grund nannte der Klub „vertrauliche und vertrauensvolle Gespräche“, die derzeit zwischen der Profigesellschaft Hannover 96 GmbH und Co. KGaA um Geschäftsführer Kind sowie dem Stammverein Hannover 96 e.V. stattfinden. Daher werde „eine Entscheidung des Schiedsgerichts zurückgestellt“. Die nur in Deutschland gültige 50+1-Regel soll den Einfluss externer Investoren im Profifußball begrenzen. Sie stellt sicher, dass Vereine auch dann die Entscheidungsgewalt über ihre Profiabteilungen behalten, wenn sie diese in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert haben. Kind, die Profigesellschaft und der Stammverein stellten 2017 den Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung, wie sie bereits der VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und 1899 Hoffenheim besitzen. Das Ziel: Kind und seine Mitgesellschafter wollen den Profibetrieb komplett übernehmen dürfen, ohne dass der eingetragene Verein noch ein Mitspracherecht besitzt.